Emirates hat ein neues Premium Economy Produkt präsentiert, das sich wirklich sehen lassen kann: Es soll der weltweit erste elektrisch verstellbare Premium Economy Class Sitz mit vollwertigem Sichtschutz sein. Das gibt es so bisher noch bei keiner anderen Airline – und das, obwohl Emirates in dieser Kabinenklasse noch gar nicht so lange unterwegs ist: Erst 2022 hatte die Airline aus Dubai überhaupt eine Premium Economy Class eingeführt, und die Umrüstung der Flotte ist bis heute noch längst nicht abgeschlossen. Insofern überrascht es umso mehr, dass jetzt schon eine neue Version eingeführt wird.

Elektrische Trennwand als Highlight

Kernstück des neuen Sitzes ist eine Trennwand zwischen den Plätzen, die sich per Knopfdruck über die integrierte Sitzsteuerung heben und senken lässt. Passagiere können so selbst entscheiden, ob sie mehr Privatsphäre oder – etwa bei gemeinsam reisenden Personen – mehr Nähe zum Sitznachbarn wünschen.

Die Sitze sollen 99cm Sitzabstand bieten. Damit liegt Emirates zwar über dem Branchendurchschnitt, wird aber beispielsweise von EVA Air übertroffen, die bei ihrer neuen Premium Economy auf 107cm Sitzabstand setzt. Die Sitze lassen sich stark neigen, ohne dabei in den Bereich der dahinterliegenden Reihe hineinzuragen.

Innovative Kopfstütze

Eine ebenso interessante Neuerung ist die bereits aus der Economy Class bekannte U-Dream-Kopfstütze, deren “Flügel” sich individuell klappen und neigen lassen und zusätzlichen Halt für Kopf und Nacken bieten sollen. Neu in der Premium Economy ist zudem kabelloses Laden, hinzu kommen USB-C-Anschlüsse an jedem Platz sowie eine in den Klapptisch integrierte Handyhalterung. Der Bildschirm bleibt bei 13,3 Zoll mit 4K-HDR-Auflösung.

Vorerst nur im Airbus A350

Das neue Produkt wird ausschließlich auf neu ausgelieferten Airbus A350 zum Einsatz kommen, dort verteilt auf 28 Sitze in vier Reihen im 2-3-2 Layout. Für Airbus A380 und Boeing 777, die aktuell noch mit älteren Premium-Economy-Sitzen nachgerüstet werden, gibt es bislang keine Pläne für ein Upgrade. Emirates wird also auf absehbare Zeit mit mehreren Produkten parallel fliegen. Das ist auch in der Business und First Class bereits der Fall, wo schon seit Jahren grundverschiedene Produkte je nach Flugzeugtyp parallel zum Einsatz kommen.

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